Geschichtsbrunnen in Niedermarsberg

Die Zerstörung der Irminsul
Die Zerstörung der Irminsul

772 erobert Karl der Große die Eresburg, das heutige Obermarsberg und zerstört die Irminsul, ein Heiligtum der heidnischen Sachsen, die im hiesigen Raum ansässig waren. Benediktiner-Mönche errichten eine erste kleine Holzkirche, die in den Folgejahren mehrfach zerstört wird. 780 gründet Karl der Große das erste Benediktinerkloster im Sachsenland. 784 lässt er zu Ehren des heiligen Petrus eine steinerne Kirche (Basilika) errichten. Papst Leo III. bestätigt im Jahr 799 der Kirche und dem Kloster die von Karl dem Großen verliehenen Rechte (Zehnten, Immunität und eigene Gerichtsbarkeit).

Die Sage von Karl dem Großen und dem Quellwunder
Die Sage von Karl dem Großen und dem Quellwunder

Die belegbare Geschichte Obermarsbergs beginnt mit dem Jahr 772 als Karl der Große die Eresburg erobert. Aus dieser Zeit stammt die Sage von Karl dem Großen und dem Quellwunder.

Es gibt noch weitere Geschichten, Sagen und Mythen, die sich um die Oberstadt ranken. Diese erzählt der Sagen- und Geschichtenweg in Obermarsberg.

Die Bergleute – mehr als 1000 Jahre Bergbautradition
Die Bergleute – mehr als 1000 Jahre Bergbautradition

Bereits um 1000 n. Chr. sind Eisenlieferungen aus Giershagen urkundlich belegt, in Niedermarsberg wird der Bergbau erstmals 1150 durch König Konrad III. beurkundet und in Bredelar finden die ersten Gruben 1418 Erwähnung.

1945 endet der Kupferbergbau in Niedermarsberg, sämtliche Anlagen in der Grube und in den Hütten werden zerstört. 1963 wird der aktive Bergbau in Giershagen und Bredelar eingestellt.

Das Besucherbergwerk „Kilianstollen“ und die Themenwanderwege „Bergbauspuren“ in Bredelar und Giershagen erinnern an die Bergbautradition

Die Belagerung durch die schwedische Hauptarmee unter General Karl Gustav Wrangel im 30-jährigen Krieg (1618-1648).
Die Belagerung durch die schwedische Hauptarmee unter General Karl Gustav Wrangel im 30-jährigen Krieg (1618-1648).

1632 greifen die Wirren des 30—jährigen Krieges auf Marsberg über. 1636 lagern die Schweden und die Hessen auf der Hochebene im Süden der Stadt und beginnen mit der Beschießung und Bestürmung, müssen jedoch nach fünf Tagen wieder abziehen.

1646 errichtet die schwedische Hauptarmee unter Führung von General Wrangel ein Lager bei Erlinghausen. Im selben Jahr erobert er die Oberstadt.

Die Bildhauerwerkstatt Papen
Die Bildhauerwerkstatt Papen

Die Bildhauer Heinrich Papen (1644-1719) und Sohn Christophel Papen (1678-1735) aus Giershagen gelten als führende Meister der Bildhauerwerkstätten in der Barockzeit.

 

In fast 50 Orten des Sauerlandes, Ostwestfalens und Nordhessens stehen Altäre, Skulpturen und Bildstöcke geschaffen in der Bildhauerwerkstatt Papen.

Das Mühlrad
Das Mühlrad

Im 19. Jahrhundert gab es im Stadtgebiet Marsberg 30 Mühlen. Ende der 1950er Jahre kam in Deutschland der wirtschaftliche Aufschwung. In anderen Berufen konnte mehr verdient werden und so fehlte den Müllern der Nachwuchs. Im Jahr 1960 begann das große Mühlensterben: Angestellte, Maurer und Handwerker gaben ihre Landwirtschaft nach und nach auf. Industriebetriebe übernahmen die Müllerarbeit. So ging die Müllertradition zu Ende.

Die Glasbläser
Die Glasbläser

1800 wird im Fürstenberger Wald die Fürstenberger Glashütte geründet, die 1903 ihren Betrieb einstellt. 1905 wird auf dem Gelände zwischen Paulinen- und Bahnstraße die Marsberger Glasfabrik gegründet. Nach einer wechselvollen Geschichte übernimmt 1935 der Driburger Glashändler Heinrich Ritzenhoff die Glashütte. Heute ist sein moderneres Glaswerk nur vier Kilometer vom ursprünglichen Standort entfernt an den Rand des Fürstenberger Waldes zurückgekehrt.


Die Texte können Sie auch vor Ort im Schaukasten in der Nähe des Geschichtsbrunnens lesen.